Review Rockstop 2015

Rockstop 2015 bei Dino’s

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Tja, trotz des gleichzeitig in Ebersberg abgehaltenen Weinfests und einer 30-minütigen Regeneinlage haben wir es wieder geschafft ein erfolgreiches Festival auf die Beine zu stellen. Es hat mächtig gerockt! Dies schon mal vorab.

Dimitri und seine Crew vom Restaurant DINOS hatten alle Hände voll zu tun, die rund 200 Gäste on time mit Getränken und kulinarischen Köstlichkeiten aus Griechenland zu versorgen. Die Aufgabe wurde jedoch trotz der sehr sommerlichen und somit äußerst anstrengenden Temperaturen bravourös gelöst! Ein Riesendank wieder einmal an die gesamte Truppe vom DINOS!

Geoffrey Hammond

Die schwierigste Aufgabe des Abends hatte allerdings ohne Frage unser Einzelkämpfer GEOFFREY HAMMOND, der es gekonnt verstand alleine mit seiner Gitarre und seiner bemerkenswert samtig rockigen Stimme die Party im Stile eines »echten Kanadiers« zu eröffnen. Seinen Applaus hatte sich GEOFFREY in professioneller Manier wohl verdient und er hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass sich die Regenwolken schnell wieder verzogen haben. Freunde von Folk, Folkrock und Americana sind hier voll auf ihre Kosten gekommen. Es wird gemunkelt, dass er auch neue Freunde hinzugewonnen hat… wen wundert’s?

CHILL FACTORY

19:00h… Showtime für CHILL FACTORY aus München. Die sechs Pop-Rocker aus der Landeshauptstadt wussten sehr genau wie man das »Volk« zum Tanzen bringt. Und dies in Rekordzeit! Die druckvolle Rhythmusgruppe (b/dr) Smets/Kaiser in Verbindung mit der gewohnt knackigen Gitarre von Altrocker und Könner Stevie (Ray Ban) Borys, gepaart mit der feinen Sax- und Keyboard-Kombi Winz Xylander/Andi Hartig und last but not least die sich in Höchstform präsentierende Frontfrau Anne Knebl am Solomikrofon zeigten mit glasklarem Sound und gekonnten Arrangements, dass die Genres Pop-Rock-Funk-Soul nicht ausschließlich in England oder USA beheimatet sein müssen. Ein Highlight war sicherlich Michael Jackson’s »Black or White«… an diesen Song trauen sich – im Gegensatz zu CHILL FACTORY – nur wenige ran… die CHILLIES meisterten diesen Smash-Hit mit Bravour! Die Sonne verschwand langsam gen Horizont und das Publikum verneigte sich mit euphorischen Zugaberufen vor der fantastischen CHILL FACTORY!

FRIENDS CAN DO

Die Sonnenbrillen wurden noch nicht beiseite gelegt, und aufgeheizt von der Factory war es an der Zeit für FRIENDS CAN DO die Bühne zu entern. Die Band die ursprünglich keine ist. Sieben Freunde haben sich nach einmaliger Probe ausschließlich für diesen Abend zusammengetan um mal richtig auf die Pauke zu hauen. Und DAS haben sie auch! Die Vollblutmusiker(innen) aus München und Umgebung rund um Gitarrist und Sänger sowie Festival-Initiator Jay Dee haben dabei tief in die Rock-Kiste gegriffen und ein mächtiges Pfund über den Gspraiter Weiher ertönen lassen! Gerüchte sagen, dass JD wieder mal beweisen wollte, dass seine Amp-Volumenregler – nach Spinal-Tap-Manier – auch wirklich bis »11« aufgedreht werden können. Wie auch immer… FRIENDS CAN DO hatte Spaß und dieser Funke sprang auch auf’s Publikum über. Ob »Addicted to Love«, »Nutbush City Limits« (Sologesang Claudia Cane) oder auch Westernhagen’s »Sexy« verursachten zwangsweise kollektives Headbangen. Vollkommen aus dem Häuschen geriet das Publikum jedoch schon bei den ersten Takten von Led Zeppelin’s »Whole Lotta Love«. Lead-Sängerin Susan Fahrer brillierte von Anfang bis Ende mit der Professionalität und dem Habitus eines »True Rockstars« und ließ keinen Zweifel aufkommen, wo der Rock-Gesangshammer hängt. Robert Plant hätte sich wohl an diesem Abend verneigt! Ob’s noch einen Auftritt in dieser Formation gibt? Die Vorzeichen stehen auf »JA«.

RON EVANS GROUP

»Can’t stop Now«… der Titel von RON EVANS war Programm…

… mit einer kleinen – wetterbedingten – Verspätung kam dann die RON EVANS GROUP zum Zuge. Über den englischen Weltenbummler aus Australien, der seine Wurzeln seit geraumer Zeit in den Süden von Bayern versetzt hat bräuchte man prinzipiell keine großen Worte mehr verlieren? Von wegen… Fehlanzeige! Der Tausendsassa in Sachen Rock & Roll scheint mit den Jahren immer besser zu werden. Kaum die ersten Takte gespielt, rollte der »More than Blues and Rock-Train« in gewohnter Präzision und mit einer gehörigen Portion Dampf im Kessel los. Unverkennbar… EVAN’s angenehm durchdringender Vintage-Gitarrensound. It’s a TRADEMARK! Die Zugmaschine mit CARSTEN »The Groove Machine« ENGHARDT am Schlagzeug (Tour- und Studioschlagzeuger u. a. von Lionel Richie, Billy Preston, Ensonic und Vanilla Ninja) und RODNEY »The Scotsman« HARLEY am Bass (war schon in den 60ern mit den Rolling Stones auf Tournee und derzeit noch bei der Formation Unknown Stuntmen tätig) bestach erneut mit vermeintlich anstrengungsfreier Präzision… eine Rhythmus-Einheit die ihresgleichen sucht! Mit von der Partie dieses Mal auch WOLFGANG ROTH (Harald Rüschenbaum, Konstantin Wecker) am Saxophon. Der Echo-Preisträger, Komponist, Arrangeur, Musiklehrer, Mitwirkender bei unzähligen Theater-, Musical und Filmprojekten (u. a. »Wer früher stirbt, ist länger tot«, »Sommer in Orange«, »Räuber Kneißl«, »Rat Pack«) verstärkte auch die RON EVANS GROUP mit altbekannter Leichtigkeit und solierte im Stil eines echten Rock & Rollers!

REG… pure dead brilliant… no more … no less!

Danksagungen

Abschließend geht unser Dank an all die vielen Helfer(innen), ohne deren Einsatz der ROCKSTOP 2015 nicht möglich gewesen wäre! Ein RIESENDANK geht an:

<ü>Cordula Schachtner (Org. + Mädchen für alles), Monika, Mäx, Helena & Magdalena Groß (The BIG Family), Joe Saißreiner, Susan Fahrer und Franz Schmidberger (Light & Sound, FOH-Mix), Felix Schmidberger, Maria Waber-Carasco from Tucson AZ (Fotos), Mariana & Dimitri Koniaris und der Brauerei Aying (Markus Schleu), Tom Endfellner (Webmaster) … und natürlich an alle die hier vergessen wurden!

Auf ein Neues in 2016, ganz im Sinne von William Shakespeare…

IF MUSIC BE THE FOOD OF LOVE… PLAY ON!

© 2013–2015 Rockstop by Jay Dee